Welches Wetter braucht man zum sicheren Ballonfahren?
1) WIND
Der Wind – insbesondere der Bodenwind - ist
eigentlich der
entscheidende Faktor für die Ballonfahrt. Er sollte nicht
stärker sein als 10 Knoten (Fliegersprache) sein, was ca. 18km/h,
5 m/sec oder 2-3 Beaufort entspricht. Ist
der Wind stärker,
bläht er die große Ballonhülle auf wie ein Segel und das
sichere Starten wird damit nahezu unmöglich.
Ist der Ballon einmal gestartet, treibt er
mit dem Höhenwind,
dessen Geschwindigkeit deutlich höher sein kann, davon.
Bei
Alpenüberquerungen mit dem Ballon fährt man in der Regel
in einer Höhe von 5000
bis 6000m Meter. Hier bläst der Wind
oft mit Geschwindigkeiten über 100 km/h.
Ein sicheres Landen ist bei Windstärken
über 10 Knoten noch
möglich, der Ballonfahrer jedoch wünscht sich für das
Landemanöver
und die Sicherheit seiner Insassen im Ballonkorb möglichst ruhigen
Wind.
Eine Besonderheit beim Wind ist die
Thermik. „Thermik ist eine Form
von Aufwind,
die dadurch entsteht, dass Sonneneinstrahlung die
Erdoberfläche
und in Folge die Luft
am Boden erwärmt“(Quelle: Wikipedia).
Da dieser Aufwind den nicht lenkbaren Ballon
unkontrolliert mit sich
nehmen würde, startet man mit einem Ballon entweder mit
Sonnenaufgang
– dann hat sich die Thermik noch nicht gebildet- oder ca. 2
Stunden vor
Sonnenuntergang- dann ist die Thermik nicht mehr vorhanden bzw.
sie
hat nachgelassen.
2) NIEDERSCHLAG
Niederschlag in jeder Form, ob als Regen, Schnee oder Hagel schließt eigentlich eine Ballonfahrt aus. Zum einen schadet der Niederschlag resp. die Feuchtigkeit dem Stoff der Ballonhülle und zum anderen ist bei Niederschlägen oft mit starkem Wind und schlechten Sichten zu rechnen.
Bei einer vorliegenden Gewitterwarnung verbietet sich sogar eine Ballonfahrt.
3) Temperaturen
Je kühler die Temperatur, desto weniger Treibstoff (Propangas) verbraucht der Heißluftballon. Im Sommer ist eine Fahrt bei Außentemperaturen über 30°C sehr strapaziös für die Insassen und auch für den Hüllenstoff, da dann im Inneren der Hülle Temperaturen über 120°C erreicht werden können. Also ist eine Ballonfahrt im Winter bei sonnigem Wetter und Schnee für den Ballon selbst sehr angenehm. Die meisten Ballonfahrten finden aber hierzulande zwischen Mai und Oktober statt.
4) SICHTEN
Da der Ballon nach den Regeln des Sichtfluges (Luftrecht)betrieben wird, darf er über einer geschlossenen Wolkendecke nicht fahren. Erdsicht und eine gewisse Fernsicht müssen jederzeit gewährleistet sein. Das bedeutet auch, dass bei Nebel nicht gefahren wird.

